Pflege-Dokumente organisieren: Was du brauchst und wo es hingehoert
Im Pflegefall sammeln sich schnell dutzende Dokumente an: Vollmachten, Arztbriefe, Versicherungsnachweise, Kassenbescheide. Wenn dann das Krankenhaus anruft und die Patientenverfuegung braucht, zaehlt jede Minute. Eine geordnete Dokumentenablage ist keine Fleissarbeit -- sie ist Notfallvorsorge.
Diese Dokumente brauchst du fuer die Pflege
Vollmachten
Vorsorgevollmacht, Patientenverfuegung, Betreuungsverfuegung. Diese Dokumente regeln, wer im Ernstfall Entscheidungen treffen darf -- medizinisch, finanziell und persoenlich.
Ohne Vollmacht muss das Betreuungsgericht einen Betreuer bestellen -- das dauert und die Familie hat keinen Einfluss auf die Auswahl.
Arztbriefe
Entlassbriefe, Diagnosen, Befunde, OP-Berichte. Jeder neue Arzt oder Krankenhausaufenthalt braucht diese Unterlagen.
Tipp: Nach jedem Arztbesuch den Brief anfordern und sofort ablegen. Spaeter danach suchen kostet Zeit und Nerven.
Kassenbescheide
Pflegegrad-Bescheide, Genehmigungen fuer Hilfsmittel, Bewilligungen von Kurzzeitpflege oder Verhinderungspflege.
Wichtig: Widerspruchsfristen beachten. Bei Ablehnung hast du in der Regel einen Monat Zeit fuer den Widerspruch.
Versicherungen
Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Haftpflicht, Unfallversicherung, ggf. Zusatzversicherungen.
Policennummern und Kontaktdaten der Versicherungen sollten schnell auffindbar sein.
Sonstiges
Mietvertrag, Rentenbescheid, Schwerbehindertenausweis, Testament, Kontovollmachten, Medikamentenplaene.
Papier vs. digital: Warum eine digitale Ablage hilft
Papier hat einen grossen Nachteil: Es liegt immer nur an einem Ort. Wenn die Vollmacht im Schreibtisch zu Hause liegt und du am Krankenhausbett stehst, nuetzt sie dir nichts.
Eine digitale Ablage ist von ueberall zugaenglich -- fuer dich und fuer alle Familienmitglieder, die du einlaedst. Das Krankenhaus braucht den Arztbrief? Du hast ihn auf dem Handy. Die Schwester braucht die Versicherungsnummer? Sie kann selbst nachschauen.
Das heisst nicht, dass du Papier-Originale wegwerfen sollst. Fuer manche Dokumente (notarielle Vollmachten, Testamente) ist das Original wichtig. Aber eine digitale Kopie, die jederzeit verfuegbar ist, kann entscheidend sein.
So baust du deine Pflege-Dokumentenablage auf
1. Bestandsaufnahme
Sammle alle vorhandenen Dokumente. Schaue in Schubladen, Ordner, E-Mails. Was hast du bereits? Was fehlt?
2. Kategorisieren
Sortiere nach: Vollmachten, Arztbriefe, Kassenbescheide, Versicherungen, Sonstiges. In Pflege-Koordination sind diese fuenf Kategorien voreingestellt.
3. Digitalisieren
Scanne oder fotografiere Papierdokumente. Die meisten Smartphones haben mittlerweile einen eingebauten Dokumentenscanner. Lade die Dateien hoch.
4. Fehlende Dokumente beschaffen
Keine Patientenverfuegung? Kein aktueller Arztbrief? Mach daraus eine Aufgabe mit Frist.
5. Aktuell halten
Nach jedem Arztbesuch, jeder Entscheidung der Kasse, jeder Veraenderung: Neues Dokument hochladen, altes ggf. loeschen. Gewoehn dir eine Routine an.
Datenschutz und Sicherheit bei Pflege-Dokumenten
Pflege-Dokumente enthalten sensible Daten: Diagnosen, Medikamente, Finanzen. Der Schutz dieser Daten ist keine Option, sondern Pflicht.
In Pflege-Koordination werden alle Daten verschluesselt in Deutschland gehostet (Supabase, Frankfurt). Jede Familie hat einen eigenen, durch Row-Level-Security abgeschotteten Bereich. Zugriff haben nur Personen, die du explizit einlaedst.
Wir setzen keine Tracking-Cookies ein und geben keine Daten an Dritte weiter. Die Einhaltung der DSGVO ist fuer uns selbstverstaendlich -- besonders bei Gesundheitsdaten, die unter den besonderen Schutz von Art. 9 DSGVO fallen.
Dokumente sicher ablegen
Lade Vollmachten, Arztbriefe und Versicherungsunterlagen hoch -- sicher und fuer die Familie zugaenglich.
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